Schön war´s!!!
Kurz vor Sonnenuntergang
Über meinem Heimatort Zornheim
Nette Wolken
Welle über Mainz
Welle entlang der A61
Bei Bad Dürkheim, Blickrichtung nach Norden
Kurz vor dem Umdrehen bei Stromberg
Welle über der Loreley, Blickrichtung nach Norden
Welle über dem Mittelrheintal
Wellenflug 27.11.2011
Mittelrhein- und Rheinhessenwelle
Nach dem Wellenflug im März saßen einige der beteiligten Piloten zusammen und sinnierten unter anderem über die Möglichkeit, an Westwindtagen vom Schwarzwald bis in die Eifel oder umgekehrt zu fliegen. Mit dem Carat bin ich ja in der Lage, einfach mal neue Wege zu erproben und im Falle des Misserfolges mit dem zuverlässigen Motor zurückzufliegen.
 
Ende November war es soweit, Westwelle kündigte sich für das Wochenende an. Am ersten Advent startete ich um kurz nach neun und orientierte mich zuerst nach Nordwesten. Aufgrund der letzten Satellitenbilder sollte es entlang des Rheins nach Norden Wellenbildung geben. Nach sehr kurzer Motorlaufzeit fand ich bei Bingen den ersten Rotor, aus dem ich nach längerem Kampf in die Welle einsteigen konnte. Die Bewölkung lag bei 6-7/8 in ca. 3.500ft, die Obergrenze in ca. 4.500ft. Höher als 5.000 Fuß kam ich an der Stelle jedoch nicht, so dass ich gegen den Wind nach Westen vorflog. Ich ging im Lee einer Lenti unter die Wolke, flog noch ein bisschen vor und erwischte in nur 300m Höhe über Grund westlich von Bacharach den Rotor und später die Welle, die mich auf 6.500ft brachte. Höher ging es wegen des Frankfurter Luftraums nicht. Daher flog ich an St. Goar vorbei zur Loreley (per GPS, gesehen habe ich sie wegen der Wolken nicht), wo mich die Welle auf FL100 bringt. Leider ist eine höhere Freigabe an dieser Stelle wegen der Anflüge nach Frankfurt auch an einem Sonntagmorgen nicht möglich.
 
Im Norden sah die Wolkenoptik sehr gut aus, allerdings konnte ich keine Lücken in der Wolkendecke mehr ausmachen. Daher wollte ich nun versuchen, mit südlichem Kurs die Welle am Donnersberg und dem Pfälzer Wald zu erreichen. Wenn die Wolkendecke nicht so dicht gewesen wäre, hätte dies wohl auch geklappt. So aber musste ich kurz vor erreichen einer Lenti abdrehen und in Richtung Osten unter die Wolken sinken. In der Nähe von Langenlohnsheim fand ich dann auch in niedriger Höhe noch steigen, dass ich aber nicht mehr vernünftig verwerten konne.
So flog ich dann mit Motor zur bekannten Haardt-Welle. Bei Hassloch fand ich den Einstieg und flog dann recht flott bis Neustadt. Dort verlor ich die Geduld und flog mit zu geringer Höhe gegen den Wind vor, um besseres Steigen zu finden. Um nicht in die Wolken zu sinken bzw. in die Rheinebene fliegen zu müssen, startete ich nochmals den Motor, konnte ihn aber nach sehr kurzer Zeit wieder ausmachen. Langsam arbeitete ich mich wieder nach Norden vor und stieg dabei auf 8.500 Fuß.
Bei Kirchheimbolanden hatte ich noch gute 6.500 Fuß, die eventuell für einen Endanflug nach Mainz gereicht hätten, doch ein Durchflug durch Luftraum C wurde nicht gewährt. So musste ich in kürzester Zeit mit Klappen und sehr hoher Geschwindigkeit über tausend Höhenmeter vernichten. 
Zu meinem Erstaunen erkannte ich weiter östlich in niedriger Höhe eine langgestreckte Rotorwolke und ich fand tatsächlich nach Überfliegen der A61 an den ersten rheinhessischen Hügeln in 2000 Fuß leichtes Steigen. Ich plante nun, entlang der Wolke nach Norden zu fliegen und zumindest die Höhe zu halten, um dann mit fast fünfzig Knoten Rückenwind doch noch den Flug nach Mainz zu schaffen. Aber nach und nach stieg ich sogar auf 3000 Fuß, bis ich bei Bingen Richtung Osten abdrehte und die Landung vorbereitete. Aber am Westrande des Flugplatzes stand eine weitere Lenticularis, an der ich mit recht starkem Steigen bis an die Luftraumgrenze in 3.500 Fuß kam. Hier flog ich nun einige Male hin und her, bis ich schließlich von Frankfurt Departure eine Freigabe auf 5.500 Fuß bekam. In 5.000 Fuß ließ das Steigen allerdings nach und der Tag ging langsam zuende, so dass ich ein letztes Mal den Motor startete. Wegen des stürmischen Windes wollte ich aus Sicherheitsgründen nicht im Segelflug landen. 
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Hier ist ein Link zu einem kleinen Film von der letzten Welle
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IGC-Datei